MOVE-Fortbildung in Deggendorf

Eine Fortbildung zum Weiterempfehlen

Vom 10. – 12.05.2022 hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit die sogenannte „MOVE-Fortbildung“ im Landratsamt Deggendorf durchgeführt. „MOVE“ steht dabei als Abkürzung für „Motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen“. Trainer waren Waltraud Kraus vom gesundheitlichen Sozialdienst des Landratsamtes Deggendorf und Matthias Wagner vom Gesundheitsamt des Landkreises Regen. Es fanden sich insgesamt 15 Teilnehmer aus verschiedenen stationären und teilstationären Einrichtungen sowie aus dem ambulanten Bereich ein. Fachlich unter den Teilnehmern vertreten waren bspw. das BKH Landshut, das Landratsamt Deggendorf selbst, Vertreter der Schulsozialarbeit und eines Jugendzentrums oder eben auch 4 Mitarbeiter der SoNet GbR.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der MOVE-Fortbildung lassen sich wie folgt darstellen:

· Hintergrundwissen zur Sucht und eigene Haltung der/des Beratenden
· Rechtliche Grundlagen
· Einführung in das „Transtheoretische Modell“ nach Prochaska & Di-Clemente
· Einführung in das „Motivational Interviewing“ nach Miller & Rollnik
· Motivierende Kurzintervention (Ambivalenzen, Empathie, Diskrepanzen, Gesprächseinstieg, Widerstände, Zielsetzungen)
· Weiterführende Hilfen und Kooperation

So nüchtern sich auch die inhaltlichen Schwerpunkte vielleicht lesen mögen. Die beiden Trainer schafften es sehr gut, sie mit Leben zu füllen. Es wurde keinem Teilnehmer langweilig und keiner wurde von der bekannten und lähmenden Müdigkeit befallen, die es oft gibt, wenn man das Sitzen auf der „Schulbank“ nicht mehr gewohnt ist. Das lag daran, dass die Trainer es vorbildlich verstanden, zuerst kurze theoretische Einblicke zu geben und dann sogleich praktische Übungen anzuschließen. Man bekam somit als Teilnehmer auch einen spannenden Einblick, was es bedeutet, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Es entstanden kurzweilige Diskussionen aus den unterschiedlichen Perspektiven. Selbst diejenigen unter den Teilnehmern, die anfangs zu bedenken gaben, sie wären von Rollenspielen und Gruppenarbeiten nicht so begeistert, hatten sich sehr schnell eingefunden. Alle hatten Spaß, die Gruppe der Teilnehmer erwies sich als homogen. Am Ende der Fortbildung gab es nun auch Wortmeldungen, man sei traurig, dass man sich nicht mehr täglich sehen würde.

Fazit: Die MOVE-Fortbildung ist sehr gut gelungen. Sie darf als voller Erfolg bezeichnet werden und man kann sie unbedenklich weiterempfehlen. Das erlernte Wissen kann man ohne Umschweife auf unsere Arbeit im ambulanten Bereich anwenden. Unser Dank gilt den beiden Trainern für die gute Umsetzung. Weiter so!

Winfried Meissner

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Autor: Andrea Bielmeier