Das härteste Schülerpraktikum Deutschlands


So bezeichnet die Bundespolizei die "Panther Challenge", die es seit 2014 bei der Bundespolizeiabteilung Deggendorf gibt.

Sie avancierte zu Deutschlands härtestem Schülerpraktikum, das bundesweit auf mediales Interesse stieß. Mittlerweile bewerben sich bis zu 600 Jugendliche, im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, für 99 Praktikumsplätze alleine in Deggendorf.

Auch ein Jugendlicher, welcher im Rahmen einer Erziehungsbeistandschaft durch Martin Staufert von der SoNet Ostbayern GbR betreut wird, wollte sich dieser Aufgabe stellen. Mit Unterstützung des Erziehungsbeistandes gelang es sich einen der begehrten Plätze zu sichern. 

Dies fußt auf die intensive Betreuungsarbeit, welche dem Jugendlichen gerade in der Phase der Identitätsbildung den nötigen Rückhalt bietet, sich selbst gut zu kennen und von der eigenen Charakterstärke und den inhärenten Ressourcen entsprechend zu profitieren, um die Statuspassage Schule/Beruf meistern zu können.

Auf ihn und die anderen Teilnehmer der sechsten Panther Challenge, vom 16. bis 18. Juli 2019 in Deggendorf, warteten drei herausfordernde Tage. Sie wurden uniform eingekleidet, in Züge und Gruppen aufgeteilt, von erfahrenen Bundespolizisten "ausgebildet" und betreut. Übernachtet wurde im Schlafsack in Mannschaftszelten. Unter Nutzung der Teamfähigkeit, Intelligenz und Fitness stellten sich die jungen Leute den unterschiedlichsten polizeilichen Herausforderungen und mussten dabei an ihre Grenzen gehen oder darüber hinaus. Polizeihubschrauber, Ausbildung am Wasserwerfer, drillmäßiges Einsatztraining, Einsatzfahrt mit Dienstbooten auf der Donau, Laufen in Körperschutzausstattung mit Polizeihelm oder Konfrontation mit einer Lage im Eisenbahnwaggon mit Hooligans, die Pyrotechnik zünden. Schülerinnen und Schüler bekamen einen möglichst authentischen Einblick in den dienstlichen Alltag und das Einsatzgeschehen bei der Bundespolizei. Nach drei Tagen "Erlebnis Bundespolizei" konnten die Teilnehmer durchaus beurteilen, ob eine Bewerbung für diesen Beruf in Frage komme.

Ebenso der betreute Jugendliche, bei dem sich eine Art Heimatgefühl einstellte. Auf der offiziellen Abschlussveranstaltung, suchte selbst der Bundespolizeipräsident das persönliche Gespräch mit ihm und dem Erziehungsbeistand und teilte mit: „Von den Zugführern habe ich gehört du bist ein guter Junge, daher freut es mich sehr, wenn ich dich künftig in unseren Reihen begrüßen darf. 

Der Jugendliche nimmt nun die nächste Hürde in Angriff, den mittleren Bildungsabschluss.


SoNet-Bild02.jpg SoNet-Bild01.jpg